
Autorinnenportrait: Imaginäres Interview mit Nina le Viseur
Wer kennt es nicht? Die Vorstellung, so brutal interessant und mit einem Thema vor der Welle zu sein, dass sich eine Reporterin – nennen wir sie Stella – auf den Weg macht, um ein Interview mit einem zu führen; vielleicht sogar mit Kamera und Mikrofon.
Hereinspaziert über einen flauschigen roten Teppich direkt in mein Kopfkino und schaut mein erstes Interview an!
Ich sitze auf einem dieser Regiestühle aus mattschwarzem Rohr, hinter mir zwei Rollups – eins mit meinem Story-Hacker-Logo und eins mit meinem lieben Blechmann mit Herz.
Das Setting ist neu und es ist einfach unmöglich, in diesem Stuhl wirklich lässig zu sitzen.
Mir gegenüber hat die Reporterin Platz genommen. Die braunen Haare sind hochgesteckt, Kleidung und Brille sind oversized, Sneakers in Erdtönen. Der restliche Hintergrund ist schwarz.
⬇Spotlight on!⬇

Stella: Wenn du dich in einem Satz vorstellen müsstest – wer ist Nina le Viseur?
Nina: (Ich lache nervös) Oh – nur ein Satz? Das ist schwierig, aber ich versuche es: Nina le Viseur ist eine extrem neugierige Person, die sich mit großem Engagement immer wieder neu in komplexe, technische Zusammenhänge einarbeitet, um darin möglichst aktuelle Sichtweisen auf ihr Fachgebiet, attraktive Chancen, aber auch Herausforderungen zu erkennen und diese dann gewinnbringend in Kommunikationsstrategien einzusetzen.
Stella: Was hat dich ursprünglich in die Kommunikationswelt geführt – und was hält dich bis heute darin?
Ich habe schon immer – und das meine ich buchstäblich so – ein sehr reiches Vokabular, feines Sprachgefühl, eine Begeisterung für spannende Geschichten und einen unstillbaren Wissensdurst gehabt. Damit war ich praktisch prädestiniert für eine Karriere als Autorin, Journalistin oder eben Kommunikationsspezialistin.
Routinen langweilen mich schnell, aber in der Kommunikation ist immer Bewegung: Neue Menschen, unterschiedliche Branchen, zahllose Themen und Anlässe. Kein Tag gleicht dem anderen. Ich habe die Vielfalt der Kommunikationswelt von Anfang an gefeiert und fühle mich auch heute noch wie in einem Bonbonladen.
Stella: Welche Werte oder Überzeugungen prägen deine Arbeit?
Es ist mir wichtig, echte Erkenntnisse zu liefern. Das kostet manchmal Mühe, braucht Zeit und ist nicht immer wirtschaftlich ertragreich. Es ist aber ein Anspruch, den ich mit meiner Gründung als Story Hacker erfüllen will: Strategien, PR-Texte oder Web-Content mit echtem Mehrwert zu entwickeln, der auf der einen Seite Markenpersönlichkeiten konturiert und dem Publikum auf der anderen Seite echten Mehrwert liefert – und wenn es nur gute Unterhaltung ist.
Stella: Gibt es eine Geschichte oder Anekdote, die erklärt, wie du zu deinem Markennamen „Story Hacker“ gekommen bist?
Ja, klar: Ich habe über 20 Jahre in der klassischen Unternehmenskommunikation gearbeitet – also Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, aber auch Werbung, Social-Media-Marketing und Website-Gestaltung. Dabei haben mich von Anfang an die technischen Möglichkeiten der Evaluation von Kampagnen, Textbeiträgen oder Funnels fasziniert.
Meine erste Begegnung mit der Suchmaschinenoptimierung aus Content-Perspektive war ein Weckruf: Endlich konnte ich 1:1 sehen, welche Inhalte performen und welche nicht. Damit konnte ich Budgets so einsetzen, dass sie maximale Wirksamkeit entfalten.
Datenbasierte Content-Strategie – das war genau der Schnittpunkt zwischen Sprache, Strategie und Logik, nach dem ich immer gesucht habe. Genau das ist auch das Feld, das mit AIO, KI-Zitation und Maschinenlesbarkeit von Webinhalten boomt!
Um ein wirklich tragfähiges Verständnis von Daten, Datenbanken, Maschinenlogik und deren Einsatzgebieten in moderner Kommunikation zu bekommen, habe ich 2024 acht Monate in eine Weiterbildung zum Data Analyst investiert. Dort habe ich neben Datenklassen, Datenspeicherung und statistischen Methoden eben auch objektorientierte Programmierung via Python gelernt.
Mit diesem Background bin ich eine Geschichtenerzählerin mit Dataliteracy. Die thematische Fusion von Stories plus Daten zu „Story Hacker“ liegt da quasi auf der Hand.
Stella: Wenn ich deine Website lese, verstehe ich als Fachfremde gar nichts. Wie erklärst du jemandem, der dich noch nicht kennt, was du genau machst?
(Ich zeige auf den Blechmann mit Herz auf dem Rollup hinter mir) Ich schreibe PR-Geschichten, die Menschen lieben und Maschinen verstehen. Das bedeutet, dass ich in erster Linie die konkreten Interessen und Informationsbedürfnisse der Menschen im Blick habe: Was wollen sie an bestimmten Stellen im Online-Funnel wissen oder lesen?
- Brauchen sie allgemeine Informationen?
- Gibt es schon konkrete Fragen, die beantwortet werden können?
- Geht es um Preise, Anwendungsbeispiele, Erfahrungsberichte oder einen Kauf?
Auf diese menschlichen Punkte stimme ich die Inhalte ab, und zwar in einer Form, die Maschinen hilft, die wesentlichen Aspekte korrekt zu erfassen:
- „Hier gibt es solide Informationen!“
- „Hier kann man sein Dach zum Preis von XXX Euro pro Quadratmeter dämmen lassen.“
- „Diese Seite ist kompetent, weil folgende Themenfelder ebenfalls tiefgehend behandelt werden.“
- „Dieser Artikel ist glaubwürdig, weil die Autorin eine Expertin auf diesem Gebiet ist.“
Schließlich werden die Texte, wo es sich anbietet, mit strukturierten Daten ausgezeichnet.
Stella: Ich bin sehr beeindruckt, dass du in Bullet Points sprechen kannst. Was unterscheidet darüber hinaus deine Herangehensweise an PR und Online-Marketing von anderen Agenturen?
Meine Datenkompetenz und das Wissen um Maschinenlogik in Verbindung mit linguistischer Semantik: Ich habe Sprachwissenschaft studiert und kenne das Konzept „Semantik“ – ein grundlegendes Konzept, um zu verstehen, wie Bedeutung in natürlicher Sprache, aber eben auch im Maschinenraum konstruiert wird.
Mit Blick auf Content-Strategien kann ich auf dieser Grundlage und mit meiner Erfahrung als SEO beurteilen, welche Maßnahmen ich in klassischer SEO voraussetzen muss, um für AIO-Optimierung sinnvoll starten zu können, oder wo man noch an den Basics arbeiten muss. Ich weiß, wie Large Language Modells (LLMs) funktionieren und welche Punkte ihnen Schwierigkeiten machen.
Was mich von anderen Agenturen abhebt, sind also diese drei Kompetenzen: wissenschaftlich fundierte Semantik, Sprachgefühl und analytische Schärfe.
Stella: Du machst PR – welche Rolle spielen Daten und semantische SEO in deiner Arbeit?
Daten sind die technische Grundlage, auf der ich strategische Entscheidungen treffe bzw. Empfehlungen ausspreche.
Aus den Daten lässt sich ableiten, was die Menschen, an die sich Maßnahmen im Marketing und in der Kommunikation richten, wirklich interessiert. Grob vereinfacht: Keine Klicks = kein Interesse.
Die semantische SEO ist ein Instrument, um Themen im Maschinenraum sichtbar zu machen, die für Menschen interessant sein könnten. Das bedeutet, dass semantische SEO Themen so aufbereitet, dass Googles KI und Chatbots wie ChatGPT oder Perplexity verstehen, worum es geht, woher die Expertise stammt, und weshalb genau diese Information dem User einen Mehrwert vor allen anderen liefert.
Stella: Du sprichst in diesem Zusammenhang oft von AIO-Readyness einer Website – wie würdest du das einem Nicht-SEO-Profi erklären?
Oh – das ist einfach: „AIO-Readyness“ beurteilt, ob eine Website technisch und inhaltlich so aufgestellt ist, dass die Google-KI, ChatGPT oder Perplexity sie bei ihren Antworten auf Fachfragen als Quelle zu einem Thema in Betracht ziehen.
Stella: Wenn du eine Sache in der digitalen Sichtbarkeit von Unternehmen ändern könntest, welche wäre das?
Ich fände es gut, wenn die Sichtbarkeit eines Unternehmens seine tatsächliche Kompetenz in seinem ureigenen Wirkungsfeld widerspiegeln würde – zum Beispiel, wenn ein Zimmerer in seiner Region gezeigt wird, der zu einem fairen Preis hochwertige Arbeit liefert, sowie in Abrechnungsfragen transparent und zuverlässig agiert. Faktisch werden aber vor allem die Firmen mit Sichtbarkeit belohnt, die geschickt in Marketing investieren.
Ich würde mir einen stärkeren Reality-Match wünschen.
Stella: Wie würdest du deinen Kommunikationsstil beschreiben – analytisch, kreativ, rebellisch?
Na ja – meine Festplatte ist sehr analytisch. Ich brauche valide Datensätze, um mich in einem Kommunikationsfeld wohlzufühlen – wenn ich selbst mit heißer Luft kommunizieren soll, verunsichert mich das.
Wenn mir bei anderen zweifelhafte Fakten oder falsche Schlüsse begegnen, werde ich sofort misstrauisch und bohre nach. Das kann anmaßend oder herablassend wirken, weil es ja Rechtfertigung fordert. Es sind aber dieselben Maßstäbe, die ich auch an meine eigenen Äußerungen anlege. Also ja: „analytisch“ ist eine wesentliche Facette meines Kommunikationsstils.
Ich bin aber auch sehr kreativ. Das macht meine Art, zu sprechen und zu schreiben sehr schillernd. „Rebellisch“ trifft es nicht so ganz. Ich bevorzuge den Gedanken, die geltenden Regeln der Kommunikation zu erweitern. (grinse diabolisch)
Was sollen Menschen fühlen, wenn sie einen Text oder eine Website lesen, die du gestaltet hast?
„Ja – GENAU!“
Stella: Welche drei Schlagworte würdest du dir als inhaltliche DNA auf die Fahne schreiben?
- Datenkompetenz
- Textkompetenz
- Content-Strategie
Stella: Hast du ein persönliches Motto oder einen Satz, der deine Haltung zur Kommunikation ausdrückt?
Ja. Es ist das Zitat des Sprachphilosophen Ludwig Wittgenstein aus dessen Schrift Tractatus logico-philosophicus:
„Was sich überhaupt sagen lässt, lässt sich klar sagen; und wovon man nicht reden kann, darüber muss man schweigen.“
Stella: Das lasse ich jetzt einmal so stehen. Ich bin sicher, dass es genug Bereiche gibt, über die du gerne sprichst oder schreibst. Was kann man von dir denn lesen?
Auf diesem Blog werden in Zukunft regelmäßig Beiträge zum Thema AIO und digitale Kommunikation zu lesen sein. Darüber hinaus gibt es mein LinkedIn-Profil. Dort poste ich schnell verdauliche Häppchen zu denselben Themen.
Stella: Das klingt spannend. Ich hoffe, du hältst uns auf dem Laufenden! Danke für das Gespräch!
(Wollte ich immer schon mal sagen) Ich habe zu danken!